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Entgelt und Besoldung: so liest du eine Ausschreibung

Was Entgeltgruppe, Stufe und Besoldungsgruppe über dein Gehalt sagen.

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Tarifverträge im öffentlichen Dienst

Für Tarifbeschäftigte der Kommunen gilt der TVöD, den die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände verhandelt. Für die Länder gilt der TV-L. Das Land Hessen gehört der Tarifgemeinschaft deutscher Länder seit 2004 nicht mehr an und hat eigene Tarifverträge.

Im TV-L gibt es 15 allgemeine Entgeltgruppen. Die Eingruppierung richtet sich nach der Tätigkeit: Für Tätigkeiten, die eine mindestens dreijährige Ausbildung erfordern, gilt mindestens Entgeltgruppe 5, für Tätigkeiten mit Bachelor mindestens 9b, mit Master mindestens 13. Innerhalb der Gruppe steigst du mit Berufserfahrung von Stufe 1 bis Stufe 6. Wer ohne Berufserfahrung eingestellt wird, beginnt grundsätzlich in Stufe 1.

Besoldung für Beamte

Beamte erhalten Besoldung nach Besoldungsgruppen, beim Bund nach dem Bundesbesoldungsgesetz, in Ländern und Kommunen nach Landesrecht. Die Besoldungsgruppe steht in der Ausschreibung, zum Beispiel A 9 oder A 11. Beim Bund beginnt das Grundgehalt in der Regel in Stufe 1 und steigt nach Erfahrungszeiten in höhere Stufen, soweit keine Vorzeiten anerkannt werden. Weil jedes Land eigene Tabellen hat, lohnt der Blick in die aktuelle Tabelle des jeweiligen Dienstherrn.

Beispiel: eine Ausschreibung lesen

Steht in einer Anzeige etwa Entgeltgruppe 6 TVöD, suchst du die aktuelle Entgelttabelle des TVöD für kommunale Arbeitgeber und liest die Beträge der Stufen ab. Deine Stufe hängt davon ab, wie viel einschlägige Berufserfahrung anerkannt wird. Frag im Gespräch, wie die Stufe festgesetzt wird. Bei Beamtenstellen steht statt der Entgeltgruppe eine Besoldungsgruppe, und du findest die Beträge in der Besoldungstabelle des Dienstherrn.

Zusätzliche Leistungen

Neben dem Tabellenentgelt können Tarifverträge im öffentlichen Dienst weitere Bestandteile regeln, etwa Sonderzahlungen oder Zulagen für bestimmte Tätigkeiten. Die genauen Regeln stehen im jeweiligen Tarifvertrag, für Beamte im Besoldungsrecht des Dienstherrn. Frag im Gespräch nach, welche Leistungen für deine Stelle gelten.

Gehälter und private Dienstleister

38.000–52.000 € brutto/Jahr
Verwaltungsfachangestellter (w/m/d), Stadt Pforzheim, Karlsruhe
42.000–58.000 € brutto/Jahr
Sachbearbeiter (m/w/d) in der Beamtenversorgung, Kommunaler Versorgungsverband Baden-Württemberg, Karlsruhe
50.000–65.000 € brutto/Jahr
Bauingenieur/in (w/m/d) im Beamtenverhältnis zum Einstieg in den gehobenen bautechnischen Verwaltung, Stadt Nürnberg, Nürnberg

Bei ausgeschriebenen Entgelt- oder Besoldungsgruppen gilt die Tabelle des Tarifvertrags oder Gesetzes.

Achtung: Nicht jede Stelle in einem Behördengebäude ist eine Stelle im öffentlichen Dienst. Pforten-, Empfangs- und Sicherheitsdienste für Behörden werden oft von privaten Sicherheitsfirmen ausgeschrieben. Dort gilt deren Arbeitsvertrag, nicht der TVöD oder TV-L.

Wenn eine Ausschreibung keine Gruppe nennt, frag vor dem Gespräch per E-Mail nach. Behörden beantworten solche Fragen in der Regel sachlich.

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