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Ratgeber

Verwaltungsfachangestellte oder Beamtin: zwei Wege in die Behörde

Tarifbeschäftigung und Beamtenlaufbahn im Vergleich, mit Ausbildung und Vorbereitungsdienst.

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Zwei Beschäftigungsformen

In Behörden arbeiten Tarifbeschäftigte und Beamte oft Tür an Tür, mit ähnlichen Aufgaben. Tarifbeschäftigte haben einen Arbeitsvertrag, ihr Entgelt regelt ein Tarifvertrag. Beamte stehen in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis, ihre Besoldung regelt ein Gesetz. Welche Form eine Stelle hat, steht in der Ausschreibung, etwa als Entgeltgruppe oder als Besoldungsgruppe.

Verwaltungsfachangestellte

Die Ausbildung dauert 36 Monate. Davon sind 24 Monate gemeinsam, 12 Monate entfallen auf eine Fachrichtung: Bundesverwaltung, Landesverwaltung, Kommunalverwaltung, Handwerksorganisation und Industrie- und Handelskammern oder Kirchenverwaltung in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Verwaltungsfachangestellte bearbeiten Anträge, erstellen Bescheide, betreuen Haushalt und Personal und beraten Bürgerinnen und Bürger.

Welcher Weg zu dir passt

Die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten eignet sich, wenn du schnell in die Praxis willst und breit in Verwaltungsaufgaben einsteigen möchtest. Die Beamtenlaufbahn bietet einen festen Rahmen mit Laufbahnprüfung und klaren Aufstiegswegen. Das duale Studium im gehobenen Dienst verbindet Studium und Praxis und führt direkt in Sachbearbeitung mit Entscheidungsbefugnis. Viele Behörden bieten mehrere Wege parallel an. Achte in der Ausschreibung auf die Bezeichnung des Einstiegs.

Stellen ohne Verwaltungsausbildung

Nicht jede Behördenstelle verlangt eine Verwaltungsausbildung. Auf dieser Seite stehen auch Stellen für Hausmeister, Kraftfahrer, IT, Technik und Kassenleitung. Dort zählt der Fachabschluss. Wer über eine solche Stelle einsteigt, kann später oft Lehrgänge für Verwaltungswissen belegen.

Beamtenlaufbahnen

Beim Bund gibt es Laufbahnen des einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienstes. Für den mittleren Dienst verlangt das Bundesbeamtengesetz mindestens einen Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand. Der Vorbereitungsdienst dauert dort mindestens ein Jahr, in der Regel zwei Jahre. Für den gehobenen Dienst ist eine Hochschulzugangsberechtigung nötig. Der Vorbereitungsdienst dauert in der Regel drei Jahre und wird als Studium mit Bachelor- oder Diplomabschluss an einer Hochschule des öffentlichen Dienstes durchgeführt.

MerkmalVerwaltungsfachangestellteBeamter mittlerer DienstBeamter gehobener Dienst
EinstiegAusbildung 36 MonateVorbereitungsdienst, meist 2 JahreDuales Studium, meist 3 Jahre
BezahlungTarifvertragBesoldungsgesetzBesoldungsgesetz
Typische AufgabenSachbearbeitung, BürgerserviceSachbearbeitungSachbearbeitung mit Entscheidung, Leitung

Diese Regeln gelten für Bundesbeamte. Für Beamte der Länder und Kommunen gilt Landesrecht, Bezeichnungen und Voraussetzungen können deshalb abweichen. Auf dieser Seite stehen neben Verwaltungsstellen auch technische Stellen, etwa für Bauingenieure im Beamtenverhältnis, und Stellen im Justizvollzug.

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